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RTF Rheindürkheim 21. Mai 2018


Bewertete Strecke: 75     Strecke: leicht     Ausschilderung: weniger gut  
Verpflegung unterwegs: weniger gut     Verpflegung im Ziel: gut      
Landschaftlich: sehr schön     Autoverkehr: gering     Tour gesamt: gut  

Gestern habe ich mich spontan entschieden, die Rheindürkheimer RTF mitzunehmen. Irgendeine der kürzeren Strecken sollte es sein, die lange war nicht geplant.
Die Anmeldung war gegen 9 Uhr noch proppenvoll. Ich hätte gedacht, so spät als Nachzügler zu starten, doch so hat es noch etwas gedauert, bis die Formalitäten erledigt waren. Die Kontrollkarte ist aus festerem Papier, nicht so labberig wie anderswo. Startstempel? Gibt es heute nicht, also los.
Die ersten 15 km sind flach, die Streckenführung auf Nebenstraßen sehr angenehm. Der Pfingstmontag bescherte für diese Gegend schwachen Verkehr, man kann gut nebeneinander fahren.
Bei der Querung der B9 das erste Problem: Ich muss irgendwo einen Abbiegepfeil übersehen haben. Dummerweise hatte ich mir nicht den GPS-Track heruntergeladen, also geht die Sucherei los. Die verpasste Abbiegung war nur 100 m zuvor, allerdings war ich wohl nicht der einzige Falschfahrer, wie ich aus den Kommentaren einiger Anderer hören konnte. Das Orientierungsproblem sollte sich die ganze Strecke mehr oder weniger durchziehen. Die Pfeile sind recht klein und waren meist direkt irgendwo auf der Kreuzung plaziert, selten rechtzeitig davor. So artete das fast in eine Schnitzeljagd aus.
Hinter Guntersblum führt die Strecke hoch ins Rheinhessische Hügelland. Die Steigungen sind moderat. Mit meinem 90er-Jahre-Basso aus Stahlgeröhr ging das ganz locker. Damals waren statt Kompaktkurbeln noch Dreifach-Zahnkränze der Standard, was bei mir auf 30 x 28 hinauslief. Eine moderne Kompaktkurbel 50/34 mit 11-32er Ritzel liegt aber ähnlich, was den "Berggang" betrifft.
Bald darauf erscheint der erste Tourteiler. Die 42-km-Strecke ist mir zu kurz bei dem herrlichen Wetter, also nach rechts abbiegen. Doch habe ich eine Kontrollstelle verpasst? Das Studium des Streckenplans verlangt gute Augen, so winzig ist die Schrift auf der Skizze. Eine Liste der Ortschaften auf der Rückseite fehlt. Langsam wird klar, das die erste Kontrolle die K4 sein wird, und das sind noch etliche Kilometer. Ja, hätte ich auch gestern Abend herausfinden können, hatte ich aber nicht.
Bei Schwabsburg geht es noch einmal runter bis fast auf Höhe Rheinebene, was nette Abfahrten beschert. Der folgende Anstieg ist wie der erste gut zu fahren und wird bis Mommenheim immer flacher. Damit ist der nördlichste Punkt erreicht und die Route schwenkt nach Süden. Der Magen könnte mittlerweile etwas vertragen, doch die K4 ist noch lange nicht in Sicht.
Nach vielen Wellen und einigen engen Ortsdurchfahrten endlich Biebelnheim. Unvermittelt taucht 50 km nach dem Start an einer Linksabbiegung mitten im Ort die K4 auf, die erste Kontrollstelle. Es ist so viel los dass der Platz zum Abstellen der Räder knapp wird. Die Verpflegung besteht nur (noch?) aus einer Auswahl von Fruchtriegeln. Wenigstens Wasser ist ausreichend da. Hier ist auch die zweite Streckenteilung. Für heute soll die 73er Strecke reichen, also geradeaus nach Gau-Odernheim. Die Strecke ist nach wie vor ausgesprochen schön. Hinter Framersheim geht's nochmal zügig etwas runter, um in Heßloch mit 8 % zur K1 auf einem Parkplatz anzusteigen. Das waren jetzt nur 13 km seit der letzten Kontrolle. Ich genieße bei dem grandiosen Wetter die Pause und den weiten Ausblick mit Bananen und Früchtetee. Bei Wind und Regen wäre es hier oben sicher weniger lustig.
Bis zum Ziel kann es nicht mehr weit sein. Das Gefälle abwärts zur Rheinebene lässt das Rad fliegen, dann bremst etwas der frische Gegenwind. Die im Dreißigjährigen Krieg schwer geplagten Städtchen Westhofen und Osthofen, und ... Baustelle. Der Umweg über Feldwege passt nicht so recht für einen Endspurt, so geht's unangestrengt zum Ausgangspunkt direkt am Rheinufer.
Dank Scan & Bike wird die Ankunft elektronisch registriert. Rundherum herrschen Volksfeststimmung und großer Andrang bei Bratwurst, Kuchen und Getränken. Die Mittagssonne steht hoch am Himmel und ich suche mir einen Platz im Schatten des großen Baums.
Der RSV Rheindürkheim hat eine wirklich schöne Strecke ausgesucht. Mit meinem nicht ganz leichten Stahlklassiker liebe ich so ein Terrain. Das ist Rheinhessen von seiner besten Seite.
Raum für Verbesserungen bietet meiner Ansicht nach die Ausschilderung. Bei Rennradtempo sind Abbiegehinweise deutlich vor der Abbiegung sicher nicht verkehrt, ebenso eine Bestätigung danach.
Am meisten überrascht hat mich allerdings die Plazierung der Kontrollstellen. Bei der 73er Strecke sind die Abschnitte (mit aktuellen Baustellen) 50 km - 13 km - 13 km. Und am Pfingstmontag hatte noch nicht einmal irgendwo ein Bäcker auf. Vielleicht findet der Verein für die Zukunft eine besser ausgeglichene Verteilung.
Alles in allem war es eine schöne Tour zum Genießen. Vielen Dank an die Helfer, die Zeit und Mühe in die Vorbereitung dieser RTF gesteckt haben.  
Andre   21. Mai 2018, 21:07


Bewertete Strecke: 115+5km     Strecke: leicht     Ausschilderung: weniger gut  
Verpflegung unterwegs: weniger gut     Verpflegung im Ziel: gut      
Landschaftlich: sehr schön     Autoverkehr: gering     Tour gesamt: gut  

Ich kann mich dem Kollegen anschließen: Die Ausschilderung war manchmal schlecht zu erkennen, bzw. zu spät, wir sind 2x an einer Abbiegung vorbeigefahren, da das Schild nicht zu erkennen war.
Die Abstände der Kontrollen waren am Anfang auch nicht ganz glücklich gewählt.
Ansonsten war es eine sehr schöne Strecke auf erstaunlich ruhigen Straßen mit sehr netten, freundlichen Helfern Danke dafür.
Ps.: Manchem radfahrenden Kollegen würde etwas mehr Respekt gegenüber den Helfern, die immerhin den Feiertag dort verbringen, gut tun.  
jimmy   22. Mai 2018, 10:06


Bewertete Strecke: 115     Strecke: leicht     Ausschilderung: schlecht  
Verpflegung unterwegs: weniger gut          
Landschaftlich: schön     Autoverkehr: gering     Tour gesamt: gut  

Ich schließe mich den ersten beiden Kommentaren an. Zum Schluß standen bei mir, nachdem ich viermal nicht oder falsch abgebogen bin, 130 km auf dem Tacho. Für Ortsunkundige ohne GPS Gerät war es echt schwierig. Schade um die ansonsten schöne Strecke.  
Christian   22. Mai 2018, 18:19