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RTF Erlangen 22. September 2013


Bewertete Strecke: 153 KM     Strecke: schwer     Ausschilderung: weniger gut  
Verpflegung unterwegs: schlecht     Verpflegung im Ziel: schlecht     Duschen: weniger gut  
Landschaftlich: schön     Autoverkehr: gering     Tour gesamt: schlecht  

Diese Veranstaltung gehört zum Mittelfrankencup. Aber was die Verantwortlichen daraus gemacht haben, ist unterstes Niveau!
Der Startplatz befindet sich auf einem Hornbach-Baumarkt-Parkplatz. Ein paar Bierzeltgarnituren ohne irgendwelchen Wetterschutz und eine Kaffee-und kleine Kuchentheke lässt auch die Helfer bei 7 Grad - andere Morgentemperaturen kann man Ende September ja auch nicht erwarten - ungeschützt bibbern. Um 7.40 Uhr erkundigte ich mich - Start sollte um 8 Uhr sein - bei erkennbaren Helfern, die irgendwelche Bänder sortierten, nach den Startunterlagen und Anmeldungsformalitäten. Darauf antwortete ungefragt ein nebenstehender älterer Herr: "Machen sie hier keine Hektik,. Die Anmeldung beginnt pünktlich um 7.45 Uhr und Start ist bis 11 Uhr möglich." Also ohne Info erst mal zum Kaffeestand und schon leicht fröstelnd eine immer länger werdende Schlange beobachtet. Als diese gegen 8.10 Uhr etwas kürzer wurde, habe ich mich dort angestellt. Zur Überraschung wurde dort dann 8 € kassiert - auf die Nachfrage nach Reduktion wg. BDR-Mitglied kam nur ein verständnisloses Achselzucken. Im Besitz einer roten Plastikmarke musste man sich nun an einem anderen Tisch wieder an einer Schlange anstellen und man bekam dann die Frage gestellt, ob man Serienfahrer ist oder nicht. Auf mein Nein bekam ich einen Zettel, auf dem ich meine kompletten Adressdaten eintragen sollte. Die Schlange hinter mir wurde immer unruhiger. Nach Beendigung der Prozedur bekam ich ein Papierarmband ums Handgelenk gelegt (zur Berechtigung für Nahrung an den Kontrollen, was dort keinen interessierte, auch aufgrund des Massenandranges), eine eigene Startnummer (ich habe niemanden in BDR-Nummer gesehen - was sagt denn dazu der BDR und sein Nummernsponsor Stevens ?) und eine Streckenliste konnte man sich von einem Stapel nehmen. Nach dem Aufsuchen eines von vier Dixitoiletten am äußersten Ende des Grundstückes - wer schon einmal solch ein beengtes Ding ohne Aufhängmöglichkeiten für Windjacke und Trikot besucht hat, kann nachvollziehen, was das bedeutet - kam ich endlich gegen 8.45 Uhr zum Radfahren. Die Ausschilderung war gewöhnungsbedürftig. Manchmal gab es Vorankündigung oder Tourenbestätigung, manchmal nur ein Abzweigpfeil: Kein gleichmäßiges + verlässliches System. Oder, wie am Rechtsabzweig in Röttenbach, wo zwei Pfeile ca. innerhalb von 10 Meter hingen, die aber - nachdem ich fast 8 Km zu weit an der B 470 stand und wieder zurück musste - durch parkende Fahrzeuge verdeckt waren, also viel zu tief hingen. Die Verpflegung an K1 und K2 waren Marathonmäßig hervorragend. Die 153er-Schleife musste bei einer Länge von 33 KM und 500 HM ohne K wieder zurück an den K2 gefahren werden. Hier die Ernüchterung: nur noch trockenes Brot und ein paar Äpfel! Und das gleiche auch an dem wieder angefahrenen K1!!! Dies bedeutete 85 harte KM bei fast 1700 Gesamthöhenmeter ohne gescheites Essen. Im Ziel um 15 Uhr dann die weitere Ernüchterung: Kein Weizenbier und keine Fränkische Bratwürste mehr. Dafür war die restliche Pasta hervorragend. Oder war es nur der Hunger und die Gier!. Beim Punkteeintrag in die Wertungskarte bekam ich erst nach mehrmaligen hartnäckigen Nachfragen nach der in der Ausschreibung des BDR für Radtourenfahrten Punkt 9.2 und 9.7 offensichtlich sehr widerwillig einen Zettel mit einer Gutschrift für einen Euro für Speisen und/oder Getränke. Duschen standen am Start-Zielbereich auch nicht zur Verfügung. Dafür musste man mit dem Auto ca. 5 Km an das wunderschöne Sportgelände des Veranstalters TV Erlangen fahren. Hier findet auch die große Triathlon-Veranstaltung des TV Erlangen statt. Deshalb wundert man sich als Auswärtiger, warum man diese Anlage nicht auch für die RTF nutzt.
Auch stellt sich mir die Frage, ob Anstiege bis zu 20% zu einer Breitensportveranstaltung passen. Hier sollte sich die ORGA-Leitung des Mittelfrankencups einmal mit den Verantwortlichen des TV Erlangen über eine mögliche Verbesserung nachdenken.
Zum Beispiel wäre es sinnvoll, zwei Anmeldetische, je einer für Serienfahrer und ein Tisch für Einzelfahrer getrennt anzubieten. Auch wäre es praktischer, die Startzettel separat mit Kugelschreiber an einem externen Tisch auszulegen, so das die Nachmelder ohne den Ablauf zu behindern, schon einmal die benötigen bzw. gewünschten Daten in die Startkarte ausfüllen können.
 
JR   1. Oktober 2013