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RTF Budenheim 21. Mai 2017


Bewertete Strecke: 111     Strecke: mittel     Ausschilderung: durchschnittl.  
Verpflegung unterwegs: durchschnittl.     Verpflegung im Ziel: sehr gut      
Landschaftlich: schön     Autoverkehr: mittel     Tour gesamt: sehr gut  

Wieder mal war wie in den letzten Jahren bei der RTF Budenheim Sonnenschutz dringend nötig. Man könnte fast glauben, der Verein hat das gute Wetter gepachtet.
Dieses Jahr bin ich spät dran. Um halb zehn stehe ich an der Anmeldung, ziemlich spät für die lange Strecke. Gestern Abend war ich noch bei der Pferde-Nacht auf dem Rotenberghof in Kaiserslautern, logistische Dienstleistungen, erst nach eins war ich im Bett. So ging der Plan nicht auf, möglichst früh zu starten und ein geruhsames Tempo zu fahren.
Die Anmeldung per Zettelwirtschaft dauert. Ich bin ganz froh, dass sich sonst kaum noch jemand anmelden will. Mal sehen, wann auch in RLP das elektronische "Scan & Bike" mit QR-Code Einzug hält. Noch die entliehene Rückennummer am Trikot befestigt, und los geht's. Das zweite Frühstück lasse ich aus Zeitgründen aus.
Die Strecke kenne ich mittlerweile gut aus den letzten Jahren. Die Streckenausschilderung suche ich nur noch zur Bestätigung.
Für den Kontrollschluss 14 Uhr muss ich mich ranhalten, und doch nicht übertreiben. Alles Kopfsache. Zeitweise folge ich schnelleren Fahrern im Windschatten. Bei Rennen hat das nachvollziehbar Konfliktpotential. Bei einer RTF, hoffe ich, hat niemand etwas dagegen. Schließlich profitiert auch der Vorausfahrer ein kleines bisschen von abgenommenen Luftwirbeln.
Die erste Kontrollstelle in Ockenheim ist schon ziemlich knapp an Vorräten. Hier gehen alle drei Strecken vorbei, und bei dem schönen Wetter heute gab es wohl einigen Zulauf.
Bislang war es flach, auf dem nächsten Abschnitt bis zum Hof Iben gibt das, was dem Rheinhessischen Hügelland den Namen prägte. Den ersten Anstieg hinter Aspisheim gehe ich recht langsam an. Das Rad ist ein "entry level" Hercules Monte Carlo aus den 80ern mit der damals üblichen 42x28 "Bergübersetzung", passt nicht wirklich zu meinem Leistungsniveau. Die Disziplin beim Hochfahren lohnt sich, es fährt sich leicht, oben geht's mir immer noch gut und ich habe sogar einen Blick für die schöne Aussicht auf das Rheintal.
Kurz vor Sprendlingen ist die spektakulärste Schussfahrt, die diese RTF-Strecke zu bieten hat. OK, spektakulär ist relativ, aber mir gefällt es.
Der leichte Wind kommt von hinten, so läuft es locker nach Volxheim. Die letzten Kilometer bis zur Kontrolle am Hof Iben führen durch das schöne Appelbachtal. Obwohl ich spät bin, ist die Kontrollstelle noch gut bestückt. Hier kommen nur die 111-km-Fahrer vorbei. Das war der weiteste Punkt, nun zurück nach Budenheim. Es bleibt hügelig bis Wendelsheim, dann sorgt erstmal ein Bachlauf für einen flachen Abschnitt. Bei Wolfsheim dann der letzte größere Anstieg der Tour. Ich bin etwas zu hektisch, fahre über meinem Level, der Kontrollschluss rückt näher, obwohl der eigentlich für mich völlig bedeutungslos ist.
Der Autoverkehr nimmt zu. Ob das am Wetter liegt, oder weil der Tag schon soweit fortgeschritten ist? Die letzte Kontrolle in Stadtecken ist noch gut besucht. Hier ist auch die 74-km-Strecke wieder dabei. Ich halte mich nicht lange auf und nehme das letzte Stück in Angriff. In Ingelheim gibt es eine Baustelle, Böhringer Ingelheim gräbt chemische Abfälle aus alten Zeiten wieder aus.
Budenheim erreiche ich vor 14 Uhr, aber nicht rechtzeitig genug für einen Kaffee, der neue läuft gerade durch. Es sind viele Leute da, das Kuchenbuffet zeugt von guter Nutzung.
Rückennummer abgeben, noch ein bisschen "Fahrräder gucken", und die Budenheimer RTF 2017 ist für mich vorbei.
Vielen Dank an den Verein für die gute Organisation und die vielen Helfer, die zu der schönen Veranstaltung beigetragen haben.
 
Andre   21. Mai 2017, 21:37